Paula Dreyser

Rezension zu "Calling USA" von kingofmusic auf Lovelybooks

Eingebettet in eine authentische Schilderung der Ära Ende der 1970er Jahre erleben wir einen zeitgeschichtlichen Rückblick ins Lebensgefühl einer Generation junger Menschen, die sich mehr und mehr (politischen) Themen zuwendet, die sich für den Klimaschutz einsetzt und entsetzt auf die Terrorakte der RAF reagieren. Gleichzeitig lassen die „jungen Wilden“ sich den Spaß nicht verderben, rauchen was das Zeug hält, tanzen zu Musik von Fleetwood Mac, Dire Straits und machen sich Gedanken um ihre Zukunft. Wenn ich in diesem Zusammenhang an meine eigene Jugend zurückdenke, merkt man, dass sich alles mehr oder weniger immer wiederholt (nur mit anderen (politischen) Ereignissen, anderer Musik…).

Man merkt, dass die Autorin intensive Recherche für ihren Roman betrieben hat, denn obwohl ich selber erst 1975 geboren bin, fühlte ich mich beim Lesen sehr gut darüber informiert, wie die Stimmung und das Lebensgefühl damals war. Auch die wieder ins Gedächtnis gerufenen politischen Hintergründe werden geschickt mit der Geschichte von Lydia und Steve verknüpft.
Das Ende kommt überraschend, ist aber intensiv und lässt den Leser emotionsgeladen zurück.

Wer bis hier gelesen hat, dürfte gemerkt haben, dass ich begeistert bin von diesem Roman. Und ja: ich bin begeistert und konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wie diese auf jeglichen Kitsch verzichtende Liebesgeschichte zu Ende geht.
Toller Debüt-Roman von einer mehr als kompetenten Autorin, von der ich gerne weitere Bücher lese!

„Auch dann, wenn es nur für kurze Zeit war, das Leben ist nicht umsonst gewesen, wenn man geliebt hat.“ (S. 321)

 

 

 

 

 

 

 

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